Bayerische Akademie Ländlicher Raum

14.07.2020 zurück

Sommerkolloquium 2020: Corona und die große Transformation

Rückblick auf eine angeregte Diskussion am Runden Tisch

 
Deutschland gilt als eher zurückhaltend, was die Digitalisierung der Arbeits- und Lebensbereiche angeht. Die Krisenmaßnahmen infolge der Corona-Pandemie haben hier jedoch einen regelrechten Schub ausgelöst. Und noch etwas hat sich geändert: Plötzlich werden im Vergleich zu den dicht gebauten und bevölkerten Städten die Qualitäten auf dem Land neu bewertet. Könnte diese Erfahrung auch dauerhaft Perspektiven für ländliche Räume eröffnen?
Diese von Prof. Holger Magel und Silke Franke aufgeworfene Frage wurde im gemeinsamen Sommerkolloquium mit Persönlichkeiten aus Politik, Wirtschaft und Wissenschaft in der Hanns-Seidel-Stiftung diskutiert.
Corona und die große Transformation: Perspektiven für die ländlichen Räume?
Die wichtigsten Punkte
  • Das Staatsverständnis könnte sich ändern und die Gewichtung mehr bei präventiven Maßnahmen und resilienten Infrastrukturen bzw. Systemen liegen. Die Verantwortung des Staates für die Schaffung gleichwertiger Lebens- und Arbeitsbedingungen wird bestätigt.
  • Die bisherige Bedeutung von wirtschaftlicher Arbeitsteilung und Standortprioritäten sowie der Bedarf an Flächen und die Anforderungen an Stadt- und Gebäudeplanung könnten sich ändern.
  • Ländliche Kommunen sollten sich aktiv profilieren und mit Partnern gemeinsame Strategien entwerfen und dabei spezifisch auf geeignete Zielgruppen und Berufssparten eingehen.
  • Digitalisierung schafft Chancen, muss aber professioneller vor Ort auf den Weg gebracht und im gesamtgesellschaftlichen Kontext gestaltet werden, d.h. mit Blick auf  räumliche und soziale Gerechtigkeit und auf  Nachhaltigkeit.
  • Die Vorteile dezentraler Strukturen gilt es weiter auszubauen. So sollten auf regionaler Ebene unter Begleitung der Verwaltungen auch Knotenpunkte für die Umsetzung der Digitalisierung geschaffen werden.
(Foto: Franke) Diskussion am Runden Tisch unter Einhaltung der Corona-Abstands- und Hygieneregeln
Das gemeinsame Sommerkolloquium der Akademie Ländlicher Raum und der Akademie für Politik und Zeitgeschehen Hanns-Seidel-Stiftung fand am 13. Juli 2020 unter besonderen Bedingungen statt: Die Corona-Pandemie bestimmte nicht nur den Veranstaltungsrahmen von maximal 15 Personen, sondern auch das Thema.
(Foto: Franke) Inpulse von Prof. Diane Ahrens, Prof. Wilhelm Vossenkuhl, Thomas Schmid und Sandro Kirchner

Impulsredner aus Wissenschaft, Wirtschaft und Politik. Hier: Prof. Diane Ahrens, Prof. Wilhel Vossenkuhl, (verdeckt) Thomas Schmid und Sandro Kirchner, MdL

(Foto: Franke) Moderator Maximilian Geierhos
Die Moderation übernahm gekonnt unser Vizepräsident Maximilian Geierhos, Leiter Abt. Ländliche Entwicklung, Bayerisches Staatsministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten.
(Foto: Franke) Akademiepräsident Prof. Holger Magel bei seiner Einführung in das Thema
Prof. Holger Magel: "Wir sollten das Momentum nutzen!" Was sind die Bedingungen für ländliches Leben und Wirtschaften als Pendant zur ebenfalls unverzichtbaren Stadt?  Wir brauchen einen Staat, der Resilienz und Infrastrukturen  gestaltet und der gleichwertige Lebens- und Arbeitsbedingungen in ganz Bayern garantiert. Räumliche Gerechtigkeit muss entfernungsunabhängig und unabhängig von der Gnade der familiären Geburt sein!
Lesen Sie hier die Einführung von Prof. Magel (pdf)
Lesen Sie außerdem hier einen weiteren Bericht zum Sommerkolloquium, geschrieben von Rebecca Koenig in der Bayerischen Staatszeitung

 

Neuer Trend: Zurück aufs Land

Für Akademiepräsident Prof. EoE Dr.-Ing.Holger Magel löst die Krise zumindest ein Nachdenken über Reformen in weiteren Bereichen aus, etwa für mehr Nachhaltigkeit und Resilienz und ein Staatsverständnis, das stärker die Vorsorgerolle in den Vordergrund rückt. Auch die Attraktivität der ländlichen Räume wird anders wahrgenommen. Denn wer die Möglichkeit hatte, mied die Enge und Gedrängtheit der Stadt und zog sich in die Provinz zurück. Die Natur wurde immer stärker zu einem Sehnsuchtsort. Dementsprechend titelten einige Zeitungen ihre Beobachtungen dazu mit „Flucht aus den Metropolen“ (Welt, 22.07.2020) oder riefen 2020 als das „Jahr des Dorfes“ aus (Neue Züricher Zeitung, 18.05.2020).
 Der Landtagsabgeordnete Sandro Kirchner – selbst „überzeugtes Dorfkind, das in die Rhön zurückgekehrt ist“ - bestätigt: „Ländliche Räume sollten nicht als Raum der Defizite wahrgenommen werden. Das Land kann mit Freiheit punkten - mit dem eigenen Garten, Freizeit- und Erholungsangeboten vor Ort und mit Naturerleben“. Ein gutes Beispiel ist für ihn der Landkreis Bad Kissingen, der in einer Image-Kampagne mit dem selbstbewussten Slogan „Hier gehts besser“ auf seine Stärken aufmerksam macht (www.bad-kissingen.land).

Impulse für das Land setzen

Bayern hat in seiner Strukturpolitik, so der Politiker, schon immer ein besonderes Augenmerk auf die ländlichen Räume gelegt. Beispiele dafür seien jüngst etwa die Behördenverlagerung, die Dezentralisierung der bayerischen Hochschullandschaft und die Förderung von Leuchtturmprojekten zur Vernetzung von Wissenschaft und Wirtschaft oder die Gründung von Kompetenzzentren – alles Impulse, die quer über das Land verstreut seien.
Die Pandemie hat sich zunächst vor allem als Digitalisierungsschub erwiesen. Im Zuge der Ausgangsbeschränkungen mussten viele Arbeitnehmer von heute auf morgen auf das Modell „Homeoffice“ umsteigen und erlebten, dass es auch Vorteile haben kann, wenn man nicht täglich zur Arbeit in die Stadt pendeln muss.
Dies stellt Prof. Dr. Diane Ahrens vom Technologie Campus Grafenau fest, die die bayerischen Modellprojekte zu digitalen Dörfern begleitet (siehe auch HSS-Web-Bericht hier). In der Gemeinde Spiegelau stieg zum Beispiel die Nachfrage nach dem Co-Working Space an. Umfragen zeigen, dass dezentrales Arbeiten auch unabhängig von den Umständen der Corona-Pandemie eine Option bleibt: ein Drittel der Befragten würde dies befürworten, ein Drittel steht dem ablehnend gegenüber, könnte es sich aber unter bestimmten Voraussetzungen vorstellen, während ein Drittel noch unschlüssig ist. Eine weitere Feststellung der Digitalisierungsexpertin: Aus Angst, sich bei einem Besuch in der Arztpraxis anzustecken, bevorzugen immer mehr Menschen Videosprechstunden, sofern sie angeboten werden.
Digitalisierungsbegleitung vor Ort
So kann Ahrens die Frage, ob die Corona-Pandemie einen Digitalisierungstrend ausgelöst hat, mit einem „ja“ beantworten. Die Kommunen möchten hier aktiver vorangehen, erkennen aber, dass sie dabei eine „Digitalisierungsbegleitung“ brauchen. Denn Breitbandausbau und Mobilfunkabdeckung auch auf dem Land sind notwendige, aber nicht alleinige Voraussetzungen für Fortschritte in der Digitalisierung. Unter dem Stichwort „Digitalisierung macht sich nicht von alleine“ nannte Ahrens als weitere Bedingungen:
  • Gute Anwendungen (Apps), die intuitiv nutzbar sind und deren Mehrwert unmittelbar erfahrbar ist. Menschen lassen sich außerdem gerne spielerisch an die Digitalisierung heranführen, d.h., wenn es auch Spaß macht.
  • Medienkompetenz der Anwender. Diese muss sich in einem Prozess entwickeln und braucht zielgruppenspezifische Schulungen und Beratung. Hilfreich ist auch, wenn Digitalisierungs-Sprechstunden oder Arbeitskreise angeboten werden.
  • Angebot und Nachfrage berücksichtigen. Wenn man mit einem Angebot wie dem Co-Working Space in Vorleistung geht, füllt es sich auch. Allerdings: Es reicht nicht, einfach nur eine App zur Verfügung zu stellen. Gerade ältere Menschen rufen lieber einen Ansprechpartner an zentraler Stelle an, der für sie die notwendigen Daten in die App einpflegt, mit der die von ihnen gewünschten Fahrdienste koordiniert werden.
  • Ganzheitliche Ansätze. Bislang sind viele Anwendungen nur als partielle Einzellösung in isolierten Bereichen nutzbar. Hier wäre es wünschenswert, bessere Schnittstellen für integrative Gesamtansätze zu verfolgen.
  • Wirtschaftlichkeit. Mehr Aufmerksamkeit braucht auch die Frage, wie wirtschaftliche Betreibermodelle gefunden werden können. Dies hat sich am Beispiel TeleMedizin bestätigt: Erst durch die Abrechenbarkeit von Videosprechstunden waren die Rahmenbedingungen gegeben.
  • Digitalisierungsstrategie. Gerade kleinen Gemeinden fehlt allerdings Möglichkeit, hier die notwendige Kompetenz vorzuhalten. Eine (geförderte) Digitalisierungsbegleitung vor Ort ist daher unabdingbar.

Auf Zielgruppen und Partner zugehen

Das Fazit der Forscherin lautet daher: Ländliche Räume, die mit mehr Grün und weniger Lebenshaltungskosten punkten, könnten gerade für jungen Familien und Senioren attraktiv sein, wenn sie es verstehen, vor allem die für diese Zielgruppen notwendigen Basisangebote mithilfe „smarter Lösungen“ bereit zu halten. Dazu müssten sie Unternehmen, Dienstleister und weitere Akteure als Partner einbinden und gemeinsam strategische Modelle erschließen- Neben „Arbeit 4.0“, Telemedizin und einem bedarfsgerechten Nahversorgungs- und Mobilitätsnetz ist für diese Zielgruppe insbesondere auch an Kinderbetreuung und Tagespflege zu denken.
Es könnte sich auch lohnen, so der Philosoph Prof.em. Dr. Wilhelm Vossenkuhl, gezielt zu überlegen, welche Berufssparten sich prinzipiell für standortunabhängiges Arbeiten – und damit für ein Leben auf dem Land - eignen (etwa Designer), und für diese gezielt ein entsprechendes Umfeld zu schaffen.
Unternehmen brauchen Fachkräfte vor Ort und eine leistungsfähige Verwaltung. Daher ist es in ihrem Interesse, dass auch ländliche Regionen bei den digitalen Serviceleistungen mithalten können. Doch bislang funktioniert der analoge Weg für alle noch zu gut, wie Dr. Benedikt Rüchardt (Verband der Bayerischen Wirtschaft) zu bedenken gibt. Klaus Ulrich, im Bayerischen Wirtschaftsministerium für die Landesentwicklung zuständig, will daher stärker die Regionale Ebene adressieren und auf der Grundlage von Erhebungen der spezifischen Versorgungssituation und Bedürfnisse die digitalen Angebote gezielt verbessern. Damit dies gelingt, müssten regionale Knotenpunkte entsprechend gestärkt werden. Eine Überlegung könnte dabei auch sein, die Ämter für Ländliche Entwicklung stärker für Digitalisierung zu nutzen.

Veränderungen im Flächenbedarf

Auch nach Einschätzung von Thoms Schmid, Hauptgeschäftsführer des Bayerischen Bauindustrieverbandes, sprechen Argumente wie mehr Wohnraum und Freiraum sowie Homeoffice- bzw. Telearbeitsmöglichkeit für die ländlichen Räume, sofern sie über eine gute Digital- und Verkehrsinfrastruktur verfügen. Doch dies impliziert aber auch einen Nebeneffekt, so Schmid: „Profitieren kann der ländliche Raum nur, wenn er mehr Flächen beanspruchen kann“. Dies begründet sich folgendermaßen:
  • Für Menschen, die auf dem Land bleiben oder zuziehen, spielt der (großzügige) Wohnraum eine entscheidende Rolle.
  • Beim Ausbau der Verkehrsinfrastruktur gibt es weiterhin Nachholbedarf – ob (leistungsfähigere) Bundesstraßen, Schienentrassen oder Radwege. Auch der weitere Ausbau der erneuerbaren Energien braucht Flächen für Energieerzeugung, -speicher und -leitungen sowie Biomasseanbau.
  • Sollten sich, z.B. Corona bedingt, Werkstätten aus dem Ausland rückverlagern, brauchen sie entsprechende Standorte.
Immerhin kann Schmid für die Bauwirtschaft feststellen, dass die Unternehmen trotz Corona-Krise durchgehend weiterarbeiten konnten, natürlich unter Einhaltung der Hygieneregeln und mit einem höheren Aufwand, was beispielsweise den Transport der Mitarbeiter zu den Baustellen und für Organisation ihrer Übernachtungen angeht.
Im Zuge der Digitaisierun und  einer stärkeren Beachtung vorbeugender Maßnahmen könnte sich die Nachfrage nach Bauleistungen ändern, wie der Verband überlegt:
  • Weniger Geschäfts- und Freizeitreisen: weniger Hotels
  • Mehr Homeoffice: weniger Büros
  • Mehr Onlineshopping: weniger Einzelhandelsflächen, mehr Lager- und Logistikgebäude
  • Weniger öffentlicher Nahverkehr: Mehr Platz für das eigene Auto und für Alternativen, wie Fahrräder und E-Scooter
  • Mehr Abstand im öffentlichen Raum: „Einbahnstraßen“ für Fußgänger in Bahnhöfen, etc.
  • Mehr Hygieneregeln in Gebäuden (v.a. Krankenhäuser, öffentliche Gebäude, Büros): Getrennte Ein – und Ausgänge, Hygieneschleusen, Einzelbüros statt Großraumbüros, gesundheitsschützende Belüftungs- und Klimatisierungssysteme
  • Stark schwankende Auslastung von Gebäuden: Modulare Bauweisen, die schnell angepasst werden können
Unklar bleibt auch, wie gut sich die Wirtschaft erholt und wie gut es damit auch um Arbeitslosigkeit gestellt ist. Bislang haben Experten festgestellt, dass vor allem das mittlere Qualifizierungsniveau gelitten hat, also Arbeitsnehmer, die in der Produktion (V.a. Autoindustrie) oder in klassischen Feldern der Tourismusregionen beschäftigt waren. Dabei ist der Anteil Hochqualifizierter Jobs in den letzten Jahren ohnehin stark gestiegen. Hier sieht Schmid im Vergleich zu den Städten eher Verluste für die ländlichen Räume.

Die Vorteile der Dezentralisierung

„China als Werkbank der Welt - das geht so nicht weiter, auch aus chinesischer Sicht“, so Dr. Michael Klaus, Leiter des HSS Programms Entwicklung ländlicher Räume in China. Die Volksrepublik musste durch den Lockdown ganzer Industrieregionen große wirtschaftliche Verluste hinnehmen. Viele Wanderarbeiter kehrten in ihre Heimatregionen zurück und wollen derzeit nicht mehr in die Großstädte: Die ländliche Peripherie erweist sich in Pandemie-Zeiten als resilienter. Tatsächlich hat China, sonst eher für eine rigorose Urbanisierungspolitik bekannt, in den letzten Jahren auch Programme zur Entwicklung ländlicher Regionen aufgelegt. Deutschland, v.a. Bayern dient dabei oft als Modell. Und so hat sich gezeigt, dass unser System der Zentralen Orte durchaus Stärken hat, da wichtige Versorgungsleistungen wie Krankenhäuser systematisch in der Fläche vorgehalten werden.

Resilienz und Nachhaltigkeit gestalten

Selbst im Bereich der Forschung und der Innovationsleistung sind wir Deutschen viel dezentraler aufgestellt als etwa unsere Nachbarländer. Durch kluge Vernetzung in der Region können sich Unternehmen nachhaltiger aufstellen und Start-ups generieren: „Eine der positiven Folgen der Krise könnte sein, dass einzelnen Teile der Wirtschaft, zum Wohle aller Seiten, effizienter und effektiver zusammenarbeiten (…) Dies gilt grundsätzlich – wird jedoch umso mehr wahr, wenn man mehr als früher eine Resilienz der eigenen Wertschöpfungsketten anstrebt“, so die Einschätzung von Prof. Dr. Dr. Dr. h.c. Ann-Kristin Achleitner (acatech-Präsidumsmitglied) als Autorin in dem Band „Change - Denkanstöße für die Zeit nach Corona“, das Prof. Dr. Dr. h.c. Michael Molls vorstellte. Molls ist Sprecher der Senior Excellence Faculty der TU München und hat innerhalb weniger Wochen einen 300 Seiten starken Buchband (pdf) realisiert, in welchem rund 90 namhafte Forscher schildern, welche Lehren sie aus der Corona-Krise ziehen.
Für den Sozialethiker Dr. Prof. Markus Vogt (LMU München) ist Nachhaltigkeit die konzeptionelle Antwort auf die Corona-Krise, wie er mit folgenden Punkten verdeutlicht:
  • Wir müssen stärker an präventive Maßnahmen denken. Eine bestimmte Art der Modernisierung („höher, schneller, weiter“) und Liberalisierung kann so nicht weiter verfolgt werden. Wir sollten den Umbruch als Aufbruch nutzen. Resilienz kann als Problemlösungsansatz helfen (vgl. Aufsatz hier).
  • Digitalisierung ist kein Selbstzweck, sondern sollte dem Menschen dienen. Digitalisierung ist kein Selbstläufer, sie muss gestaltet werden. Digitalisierung führt nicht zwingend zu mehr Nachhaltigkeit, sie muss einer regelmäßig Bilanz unterzogen werden.
  • Es gilt genau zu beobachten welche Folgen die Krise hat: Wer sind die Gewinner oder Verlierer? Was tun sich für neue Brüche und Schattenseiten auf? Dann gilt es konkrete Initiativen zu starten, um ggf. gegenzusteuern.
  • Im Zuge Corona-Krise kursieren zahlreiche Verschwörungstheorien. Dies darf nicht in einer Gesellschaft der Angst oder in einer Verweigerung der Demokratie münden. Für Menschen ist „Selbstwirksamkeit“ wichtig, d.h. die Erfahrung, Herausforderungen meistern zu können.
Und so lautet zu guter Letzt sein Aufruf: „Wir sollten eine Idee haben, wohin wir wollen, und Hoffnung vermitteln“

 

 

 

* * *
Autor: Silke Franke
Geschäftsführerin der Bayerischen Akademie Ländlicher Raum
Referatsleiterin Umwelt, Energie, Städte und ländlicher Raum, Akademie für Politik und Zeitgeschehen, Hanns-Seidel-Stiftung