Bayrische Akademie Ländlicher Raum

31.10.2013 zurück

BR Bürgerforum in Marktredwitz zum Thema: "Viel Heimat, wenig Perspektive"

Prof. Manfred Miosga, Vorsitzender unseres Wissenschaftlichen Kuratoriums, im Chat


"Viel Heimat, wenig Perspektive - Was hilft Bayerns Grenzregionen" war das Thema der Live-Sendung des Bayerischen Rundfunks. Gäste der Sendung waren unter anderem Albert Füracker (Staatssekreträr im Staatsministerium für Finanzen, Landesentwicklung und Heimat) und Birgit Seelbinder (Oberbürgermeisterin der Stadt Marktredwitz).
Füracker: "Die neuen Aufgaben des Finanzministeriums als Heimatministerium sind vor allem die flächendeckende Digitalisierung, der Kampf gegen die Herausforderungen des demografischen Wandels und die Stärkung des ländlichen Raums. Es darf kein Bayern der zwei Geschwindigkeiten geben. Nicht nur die Metropolen, sondern auch die ländlichen Räume müssen sich dynamisch entwickeln können. Die Antworten auf diese Herausforderungen liegen neben einer schnellen Erschließung mit dem Breitband auch in einer guten Behördenstruktur, Bildungseinrichtungen und einer gezielten Regionalförderung für die mittelständische Wirtschaft." (Quelle)
Seelbinder: "Das neu geschaffene Heimatministerium hat die Verpflichtung, aber auch die Chance, die Regionen und deren Akteure bei der Realisierung der großen Ziele zu unterstützen, die im neuen Bayerischen Landesentwicklungsprogramm formuliert sind: Gleichwertige Lebensbedingungen in allen Teilräumen" (Quelle)
Zu der Sendung gab es auch einen Live-Blog. Hier konnten Teilnehmer mit dem Vorsitzenden unseres Wissenschaftlichen Kuratoriums, Prof. Manfred Miosga (Stadt- und Regionalentwicklung an der Universität Bayreuth) chatten.
Miosga: "Der Demografische Wandel wird in manchen Grenzrlandkreisen zu einem heftigen Problem. Bevölkerungsverluste zwischen 15 und 30% innerhalb einer Generation sind eine echte Herausforderung. Das bedeutet, dass Schrumpfung organisiert werden muss. Dazu fehlen einerseits noch die Instrumente, andererseits ist dies auch keine Thema, um Wahlen zu gewinnen. Dennoch muss das Problem aufgegriffen werden, damit die Immobilienmärkte nicht in Teilen kollabieren".
Mehr zum BürgerForum vom 30. Oktober 2013 unter diesem link zum BR
 
Silke Franke, Geschäftsführerin Bayerische Akademie Ländlicher Raum

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