Bayerische Akademie Ländlicher Raum

16.06.2020 zurück

Staatsministerin Kaniber kämpft wie die Akademie für Boden-und Landschaftsschutz

Die ALR im Gespräch mit dem Ministerium

München, 15.Juni 2020. Vor dem Hintergrund der geplanten gesetzlichen Verankerung des 5 ha Ziels im Bayerischen Landesplanungsgesetz und der kürzlichen Sachverständigenanhörung im Wirtschaftsausschuss des Bayerischen Landtags dazu,  kamen  Ehrenpräsident Holger Magel und Akademiemitglied und DVL Präsident Josef Göppel (beide waren bei der Anhörung im Bayerischen Landtag dabei ) zu einem intensiven und äußerst fruchtbaren Meinungsaustausch mit Staatsministerin Michaela Kaniber zusammen. Mit dabei auch der Chef der Ländlichen Entwicklung und Vizepräsident der Akademie Maximilian Geierhos sowie der für Grundsatzfragen der Agrarpolitik zuständige Referatsleiter Anton Dippold.
Frau Kaniber, die ja auch die politische Verantwortung  für Ländliche Entwicklung trägt und sehr gut um deren Bemühungen zum Thema Innenentwicklung und Flächensparen weiß,  zeigte klare Kante und erteilte allen Bestrebungen eine Absage, nun wegen Corona beim Boden- , Flächen - und Landschaftsschutz nachzulassen und womöglich ganz auf das 5 ha Ziel zu verzichten. Das Gegenteil sei richtig: Im Zeichen der fortschreitenden dramatischen Verringerung der landwirtschaftlichen Nutzflächen gerade auch in Bayern sei Flächensparen neben Klima- und Artenschutz weiterhin das Gebot der Stunde. Hier gebe es keinen Unterschied zur Haltung der Akademie.
Als langjährige lokale Kommunalpolitikerin zeigte Kaniber aber durchaus Verständnis für die Bewahrung der gemeindlichen Planungshoheit und verwies stattdessen  auf die Möglichkeit partizipativ erarbeiteter nachhaltiger Ortsentwicklungskonzepte, in denen bewusst auf sparsamere Flächennutzung geachtet werden könne.
Magel, Kaniber, Göppel
Der erfreuliche Abschluss des Treffens mit der Ministerin war schließlich ihre Antwort auf die Frage von Holger Magel, ob sie sich eine Berufung zum ordentlichen Mitglied der Akademie vorstellen könne. Ihre Antwort lautete: Ja, sehr gerne.
Wir freuen uns auf diese prominente und kompetente Verstärkung!

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